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Mehr Erfolg im Baskenland durch Baskisch-Übersetzungen

Autor: Regina Krüger, Februar 2017
Schlagworte: Übersetzung, Spanisch, Baskisch, Katalanisch, Galicisch, Übersetzer, Lokalisierung


Das Baskenland, bestehend aus den autonomen Regionen spanisches Baskenland, Navarra und französisches Baskenland, besticht nicht nur durch wunderschöne Küstenlandschaften und alte Traditionen, sondern auch durch eine ganz besondere Sprache, die vermutlich älteste noch lebende Sprache auf dem europäischen Kontinent.

Die baskische Sprache (Euskara) wird weltweit von rund 800.000 Menschen gesprochen, die sich auf Spanien (500 Tsd.), Frankreich (200 Tsd.) und den Rest der Welt verteilen. Die Anzahl der baskischen Sprecher war noch in der 70er Jahren sehr reduziert, da unter der  Diktatur von Francisco Franco (1939-1975) die baskische Sprache noch verboten war. Nach der Lockerung der Einschränkungen ab 1965 und durch die Förderung der baskischen Sprache durch die autonome Regionalverwaltung seit etwa 1980, konnte jedoch der Anteil der Sprecher wieder deutlich gesteigert und die Bedeutung der Sprache gefestigt werden. Etwa 27 % der baskischen Einwohner (2,7 Mill.) sprechen baskisch. Der Hauptanteil der Sprecher lebt im nördlichen Baskenland, wo Sprachanteile bis über 80 % der Bevölkerung erreicht werden.

Mit einem Gebiet von ca. 10.000 km² ist das Baskenland nur etwa halb so groß wie Hessen. Dennoch werden 7 Dialekte (4 in Spanien und 3 in Frankreich) und 25 Subdialekte gesprochen, die jeoch zu keinen Verständigungsschwierigkeiten führen, da die Unterschiede nur schwach ausgeprägt sind.

Um eine gemeinsame Sprachgrundlage für das gesamte Baskenland zu finden, wurde bereits 1968 Batua - eine Standardvarietät der baskischen Schriftsprache eingeführt. Mit Batua wurde auch eine Grundlage für die Verankerung der Sprache im Bildungssystem geschaffen. Heute können Eltern Ihre Kinder nach Wunsch auf Baskisch, Spanisch oder gemischtsprachig unterrichten lassen. Aber auch regionale Zeitungen und andere Medien verwenden Batua als Standardsprache für Veröffentlichungen.

Die günstigen politischen Regelungen, die die Entwicklung der regionalen Amtssprachen fördern, sowie das starke ethnische und sprachliche Bewusstsein in der baskischen Bevölkerung, lassen erahnen, dass sich die baskische Sprache längerfristig behaupten kann und auch weiter ausbauen wird.


Beipiele für die Unterschiede zwischen Baskisch und Spanisch (Kastilisch)

Deutsch

Baskisch

Spanisch (Kastilisch)

Guten Morgen

Egunon

Buenons días

Vielen Dank

Eskerrik asko

Muchas gracias

Bitte schön

Ez horregatik

De nada

Entschuldigung

Barkatu

Perdón

Vorsicht

Kontuz

Cuidado, precaución

Strand

Hondartza

Playa

Restaurant

Jatetxea

Restaurante

Toilette

Komuna

Baño

Krankenhaus

Ospitalea

Hospital


Übersetzungen ins Baskische

Die letzte Erhebungen zur Sprachanwendung im Baskenland (ohne Navarra) von 2006 zeigen, dass 19% der Bevölkerung Baskisch als Muttersprache angeben und weitere 30 % Baskisch sprechen oder passiv verstehen. In Navarra sind diese Zahlen deutlich niedriger mit 6% und 13 %. In der Auswertung erkennbar war zudem, dass durch die fehlende Unterrichtung in der Franco-Zeit, insbesondere noch Lücken in der schriftlichen Sprachkompetenz vorhanden sind.

In der Regel beherrschen alle muttersprachlichen Basken kastilisch als Zweitsprache. Daher sind Übersetzungen ins Baskische aus Verständnisgründen nicht unbedingt notwendig. Liegt jedoch ein Schwerpunkt auf dieser Region und sollen die Basken auch emotional erreicht und in ihrer Tradition unterstützt werden, bietet sich eine ergänzende baskische Übersetzung auf jeden Fall an.